Homestory - Richard Woodford
Richard James Woodford
wurde am 29. Januar 1974 in der englischen Hauptstadt London geboren.
Seine Eltern Brain (Maler und Dekorateur) und Sue (Krankenschwester) haben
ihrem Sohn Richard und seine beiden Geschwistern Bernadette (25, Mutter)
und David (21, Einzelhändler) immer eine sehr schöne Kindheit bereitet.
Das mit Abstand schönste Erlebnis seiner Kindheit war für ihn der
Augenblick, als er mit drei Jahren seine Mutter Sue aus dem Krankenhaus
mit seiner Schwester Bernadette kommen sah. Die Geburt seiner kleinen
Schwester war für ihn ein großes und prägendes Ereignis. Seine Eltern
sind streng gläubig, aber sie haben ihre Kinder nie damit hineingezogen,
obwohl die Kirche schon eine größere Rolle in ihrem Leben spielt. Somit
ist Richard nicht wirklich gläubig und auch nicht häufig in die Kirche
gegangen - höchstens mal zu wichtigen Tagen, wie Ostern und Weihnachten.
Woody, so sein gängiger Spitzname, besuchte zunächst die St. Albans
Roman Catholic Primary School in Cambridge, wechselte dann im Alter von 11
Jahren auf das Linton Village College und schließlich mit 16 auf das Lond
Road Sixth Form College, wo er seine A-Levels in Performing Arts, Biologie
und Mathe gemacht hat. In seiner Schulzeit hatte er viele gute Freunde.
Anfänglich war der sportliche Engländer zunächst auf der Secondary
School eher ein Außenseiter, da er niemand kannte. Aber schnell schloss
er Bekanntschaften und die ganze Klasse
mochte ihn - schließlich war er der Clown, der immer einen guten Spruch
auf Lager hatte und alle zum lachen brachte. Richard, der als Kind den
Pfadfindern angehörte, war kein schlechter Schüler, trotzdem mochte er
die Schule nicht sonderlich.I hm hat alles rund um die Schule sehr gut
gefallen, aber nicht das, was ihn eigentlich interessieren sollte. Somit
war für ihn auch das schönste seiner Schulzeit eine Klassenfahrt für
zehn Tage nach Frankreich, die so schön war, dass er sie bis heute noch
in guter Erinnerung hat. Obwohl sich Woody immer im Leistungsmittelfeld
befand, hat er alles erfolgreich geschafft
und abgeschlossen. Die Schulaufführungen hatten ihm schon damals sehr
viel Spaß gemacht. Seine erste größere Rolle war in einer Pantomime.
Aber er dachte damals überhaupt noch nicht daran, so etwas in der Art später
professionell zu machen - er wollte zu dieser Zeit unbedingt Lehrer
werden. In seiner Kindheit hat Richard auch die Querflöte gelernt und
sollte auch eigentlich Klavier spielen lernen, aber er hatte nie wirklich
dafür geübt und somit kann er es heute nicht!
Woody hatte seinen ersten Job mit 15 Jahren in einem Pub und danach hat er
bei Pizza Hut gearbeitet. Seine Aufgabe war es die Gäste zu bedienen und
aufzuräumen. Heute ist er sich nicht mehr ganz so sicher, ob das in dem
Alter überhaupt erlaubt war, aber jetzt braucht er sich darüber ja keine
Gedanken mehr zu machen. Er hat die Jobs ausgeübt, weil ihm das Taschengeld
seiner Eltern nicht ausgereicht hat, aber es hat ihm ja auch ein wenig Spaß
bereitet! Wenn man sich den heutigen smarten, jungen Mann Richard Woodford
mit seinen hellbraunen Harren und blauen Augen so anguckt, dann mag man
nicht glauben, wie er früher einmal rumgelaufen ist. Als Teenager (15/ 16
Jahre alt) liebte er Gothic!! Er hatte sehr lange Haare, die er wild nach
oben gestylt hatte, trug ausschließlich schwarze Klamotten. Er mochte den
Style damals genauso gerne wie die Musik. Heute schämt er sich aber nicht
dafür denn er hat aus dieser Zeit gelernt. Nur manchmal denkt er mit
einem kleinen Schrecken zurück. Aber dann macht er sich immer wieder
klar, dass damals damals war!!
Während seiner
A-Levels hat er herausgefunden, dass er gerne ins Musicalbusiness möchte.
Wenn er heute zurückdenkt ist er sich aber auch sicher, dass in seiner
Schauspielerfahrung an seiner Schule sehr inspiriert hat. Die ersten
beiden Jahre an seiner Tanzschule hat Richard bei seinen Eltern gewohnt.
Dann ist er aber ausgezogen, weil die Entfernung zu seiner Schule mit der
Zeit zu groß wurde.
Seine Ausbildung hat Richard, der mit seinen 1,83 m 79kg wiegt, an den
Bodyworks Company Dance Studios in Cambridge 1995 erfolgreich
abgeschlossen. Während seiner Collegezeit hat er eine Menge Rollen
gespielt, u.a. den Don in "A Chorus Line", Jesus in "Jesus
Christ Superstar", Tony in "West Side Story", Lamar in
"Godspell", Widow Hazbeen in "Aladdin" und den feigen
Löwen in "The Wizard of Oz". An seine erste richtige Audition für
das Musical "Field of Ambrosia" denkt Woody wirklich nicht gerne
zurück. Er war furchtbar nervös, da er sich zum ersten Mal alleine vor
mehreren ihm unbekannten Personen präsentieren musste. Zu seinem Agenten
sagten die Juroren dann, dass er nicht schlecht war, aber sie einen
anderen lustigeren Typen suchen würden. Naja, nebenbei sei bemerkt, dass
das Musical niemals aufgeführt wurde und alles nach einer Woche
eingestellt wurde.
Nachdem er mehrere
Rollen am "National Youth Theatre" hatte folgten Engagements an
vielen Theatern. Dazu gehört Bobo und Cover Electra in "Starlight
Express" (Apollo Victoria, London), Marcos in "La Cava"
(Victoria Palace und Piccadilly Theatre, London), Ensemble/Gus mit dem
Cover Tony in Saturday Night Fever (London Palladium), Lover/Harmonica
Player in "The Who's Tommy" (National Tour), Victor, Old
Deuteronomy, Gus & Munkstrap in Cats (New London Theatre) und Gad/
Butler in "Joseph" (National Tour). Zwischendurch hatte er auch
einige Fernsehauftritte im englischen Fernsehen, z.B. in "Talking
Telephone Numbers" oder beim Kids Week Special bei "London Today"
Sein Job als
Musicaldarsteller ist sein absoluter Traumjob und möchte ihn,
logischerweise, so lange wie nur möglich ausüben. Erst einmal will er
noch viel tanzen, aber später würde er gerne ernstere Sachen und "big
parts" spielen. Sein jetziges Engagement bei dem rasanten Bochumer
Musical "Starlight Express" macht ihm sehr viel Spaß, aber in
seiner Wohnung möchte er gerne er selber sein und denkt nicht viel über
Starlight nach!! Es ist sein Job, er mag ihn gerne, aber in seiner
Freizeit ist Starlight außen vor. Er mag es hier in Bochum sehr, dass
alle so freundlich und hilfsbereit sind. Es ist eine sehr gefährliche
Show und jeder muss sich auf den anderen verlassen können. Er mag das
schnelle skaten, weil es sehr viel Spaß macht und natürlich seine Rolle
"Electra"!! Diese Show gibt ihm dieses gewisse feeling. Es tut
ihm sehr leid, dass so viele Mitarbeiter bei Starlight entlassen worden
sind. Trotzdem findet er es toll, dass jetzt alle noch mehr zusammenhalten
und der Erhalt der Show gesichert ist. Richard Woodford, der bis zur
Schließung von "Starlight Express" in London den Part den französischen
Schnellzuges "Bobo" und als Cover Electra spielte, denkt, dass
beide Produktionen des Musicals ihre Vorteile haben, da beide sind sehr
verschieden.
Er mochte
"AC/DC" in London mehr, denn hier in Bochum tanzt man wesentlich
mehr. Dort ist die Bühne kleiner... und die Components kommen zu einem -
man muss nicht extra zu ihnen hinfahren. An der deutschen Produktion mag
er besonders die schönere und größere Halle. Die Rennen sind schneller
und besser und er kann mehr skaten!!
Woody mag Fans sehr gerne. Sie sind
super und helfen der Show eine Menge, damit es weitergeht!! Es ist schön,
dass es Leute gibt, denen die Show so gut gefällt und das man weiß, dass
sich Leute um die Show sorgen. Es mag es aber nicht, wenn manche ihn für
sich einnehmen und in seine Privatsphäre eintreten!! Manche müssen
einfach realisieren, dass sie nicht die Einzigen sind, die die Show genießen,
sondern auch eine Menge anderer Leute. Außerdem sind manche einfach viel
zu laut und extrem. Er schert aber glücklicherweise nicht alle über
einen Kamm und findet es toll, dass es so viele Leute gibt, die seine
Arbeit schätzen!!
Seine Eltern, mit denen er noch heute ein ausgezeichnetes Verhältnis hat,
haben ihren ältesten Sohn bereits in der Bochumer Show gesehen - und sie
waren wirklich sehr begeistert!! Als es kurzzeitig hieß, dass Starlight
vielleicht schließen wird, sind sie gleich noch mal
hin geflogen...!! Er vermisst seine Geburtsstadt London nicht wirklich,
denn er war sehr lange dort und hat auch dort gearbeitet. Dafür vermisst
er seine gesamte Familie, besonders seinen kleinen Neffen, um so mehr!! Im
Moment hat der sympathische Engländer, der gerne ins Kino geht und Freund
trifft, kaum Freizeit. Er ist fast ausschließlich im Starlight Express
Theater. Außerdem kann er bisher kaum deutsch (er hatte es nicht in der
Schule) und somit fällt er ihm noch schwer alleine etwas zu unternehmen.
Er versteht einiges und er kann auch schon ein Bier bestellen.
Richard mag Deutschland, obwohl er noch nicht soviel gesehen hat. Außer
in Bochum war er bisher nur in Köln, wo im natürlich der Kölner Dom
besonders gut gefallen und ihn tief beeindruckt hat. Wenn er demnächst
wieder mehr Zeit hat, dann würde er sehr gerne mehr von Deutschland
sehen. Richard Woodford, der sich selber als ehrlich, lustig, treu,
manchmal verrückt und laut beschreibt, hatte bisher aus seiner Sicht ein
sehr schönes und erfülltes Leben und genießt es in allen Zügen. Früher
wollte er immer genauso sein wie sein damaliges Idol Michael Ball - doch
heute ist er nur noch er selbst!!
Eines aber konnte er noch nie, hofft aber, dass sich so schnell wie möglich
ändern wird: Mit Geld umgehen. Das ist sein aller größtes Problem. Zum
Beispiel muss er in England immer seine Steuern selber bezahlen (dort wird
es nicht wie in Deutschland automatisch vom Konto abgebucht)
und das gab so manchmal kleinere Schwierigkeiten.
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