UK Tour 2004

Liederabfolge
Akt 1 Akt 2
Overture / Entry of National Trains The Rap  
Rolling Stock U.N.C.O.U.P.L.E.D.
A Whole Lotta Locomotion Right Place, Right Time
He’ll whistle at me Starlight Sequence
Freight Pre-Race Four
AC/DC One Rocken'n'Roll Too Many
Pumping Iron Only me / Only You
Coda of Freight Light at the End of th Tunnel
Make Up My Heart
Poppa's Blues
Laughing Stock
Starlight Express

Die Show hat es echt in sich und ich kann jedem nur raten: Schaut sie euch an, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt!! Es ist eine super Besetzung, eine super Show und schon allein wert den Ex-Bochumern einen Besuch abzustatten!

James macht als Rusty einen klasse Job! Er hat eine ähnliche Stimmfärbung wie Jamie Golding, kein Wunder also, dass die Entscheidung zwischen den beiden Herren fiel. Er hat viel Gestik und Mimik im Angebot und wer Jamies Stimme kennt, kennt auch seine! Ach ja, Rusty kann „fliegen“! *lol* Bei der „Sequenze“ wird Rusty mit einer Hebebühne leicht angehoben und leuchtet im Sternenmeer. Es wirkt sehr schön! Und mit den Sternen entsteht ein netter 3D Effekt.

Auch die Pearl ist klasse besetzt mit Jane Horn. Vielleicht kennt sie ja der ein oder andere bereits aus der damaligen Londoner Produktion. Sie spielt die Rolle ausdrucksstark und hat eine schöne Stimme. Und rein optisch betrachtet, ist sie eine sehr hübsche Pearl. Interessant ist, dass Pearls Rock erheblich kürzerer ist als der Bochumer und ein Ausschnitt bei Pearl ist auch mal interessant. Klingt ungewöhnlich, sieht aber sehr schick aus.

Mykal Rand als Electra einfach der Hammer!! Aber was hatte er da bitte auf dem Kopf?? Soll das eine Perücke sein?? Das ist doch eher eine Zumutung! Bei der UK-Tour hat der Electra eine Art „Irokesenschnitt“!! Eigentlich nichts gegen einzuwenden, wenn sie denn ein bisschen mehr Haare dabei gelassen hätten! So war es ein hauchdünner Streifen, der mich mehr an eine wedelnde Schwanzflosse eines Fisches erinnerte als an eine Perücke... Die Auslegung der Rolle ist auf der Tour etwas anders zu unserer, was aber zuletzt sicherlich auch an Skateprofi Mykal (nicht umsonst Skate-Coach) liegen mag. Electra zittert (besonders im ersten Akt) wie durch Blitze zerlöchert und verhält sich mehr wie ein Computer. Am Anfang recht strange, aber durchaus eine gute Variante. Erst im zweiten Akt zeigt er, dass nicht nur AC sonder auch DC ihm gefällt *zwinker*

Und sein Entrance bei „AC/DC“ ist ja mal interessant! Electra kommt von der Decke geschwebt, mit wedelnden Armen als könnte er fliegen. Rechts und links neben ihm werden zwei Videoleinwände runter gelassen, die dann oberhalb der Bühne schweben und auf denen zuckende Blitze zu sehen sind. Electra versteckt sich zunächst hinter diesen und scheint sie dann plötzlich in der Mitte durchzutrennen und schwebt dann langsam auf die Bühne…

Tom Kanavan machte als GB seine Sache gut, allerdings wirkte der Herr ein bisschen wackelig auf den Rollen.... (aber auch Danielle-Leigh Morris schien sich auf ihren Skates nicht sonderlich wohl zu fühlen..). Rein optisch ist Tom ein perfekter GB und der nette Ring im Haar hat was. Leider wirkt er manchmal ein wenig wie GBs Sohn, da er zeitweise recht jugendhaftes Machogehabe an den Tag legt.

Von Grant Murphy war ich allerdings ein bisschen enttäuscht... Gut, in der UK - Tour ist CB nicht gerade eine Rolle, in der man glänzen kann, das war bei der US-Tour auch nicht anders, aber dort hat es ein Jeremy zumindest geschafft aufzufallen und trotz der winzigen Rolle zu zeigen, dass er was auf dem Kasten hat. Das habe ich bei Grant ein wenig vermisst. Er versucht die zweitgeteilte Rolle durch verschiedene Gesichter darzustellen, aber er fällt auf der kleinen Bühne in der Menge kaum auf. Auch sein schlichtes Make-up und seine unscheinbare Art tragen sicherlich dazu bei...

Tanya Robb als Dinah fand ich echt knuffig! Sie hat ihre Rolle sehr gut gespielt! Bei U.N.C.O.U.P.L.E.D. werden auch zwei große Videoleinwände runter gelassen, wo dann der Text zu lesen ist und ein „springender“ Punkt zeigt einem, an welcher Stelle des Textes man jetzt grade ist. Also, ganz im Sinne der Karaoke. Es ist eine süße Idee, aber leider verleitet es sehr zum Mitsingen des Publikums und das ist nicht wirklich schön, wenn die Singenden die Melodie nicht kennen! Und leider lenken die Leinwände auch viel zu sehr von der Dinah ab. Man guckt mehr auf die Leinwände als auf die Haupthandlung.... Auch das Dinah-Kostüm ist für Männer entworfen worden, denn statt eines Rock hat Dinah auf der Tour eine Art Fächer um die Hüften – auch was nettes...

Auch die Ashley hat einen guten Job gemacht. Ist ja nicht sooo überraschend, denn Amy stand auch schon bei StEx London auf der Bühne! Eine Buffy mit Ausschnitt und Kettchen ist auch mal was nettes, jedoch ist mir die Rolle bei beiden Shows kaum in Erinnerung geblieben..

Die Hip Hoppers sind schon sehr cool! *lach* Aber leider haben sie noch die gleichen Kostüme wie bei der US Tour. Schlabberlook lässt grüßen. *argh* Das Kostüm sieht immer noch aus wie eine Adidas Sporthose mit Schlabbershirt. Aber, anstatt der Caps tagen sie bei der UK-Tour Tücher. Das finde ich persönlich eine coolere Lösung. Man hat durch die Hoppern eines der letzten 80s-Elemente aus der Show genommen (wann kam doch gleich der letzte Rocky-Film…) und es einfach zeitgemäßer gemacht. Die Rap-Einlagen mit den großen Mikros beim Rap wirken einfach sofort. Nur der Name ist ehrlich gesagt sehr platt und alles andere als cool…

Viele von euch interessiert sicherlich, wie Gavin sich als Dustin über die Bühne hetzt. Ehrlich gesagt hat Sven immer behauptet, dass er doch mal Dustin spielen soll in Bochum und er hat seinen Job recht gut gemacht. Leider ist sein Make-up sehr sparsam und er könnte manche Akzente besser setzen, schließlich kennt er die Show ja nicht erst seit kurzem. Trotzdem wirkt er in der Rolle sofort und hat die Lacher auf seiner Seite.

Paul als FlatTop hingegen fällt leider kaum auf – Schade!

Anton als Poppa ist ein wenig Geschmackssache. Sicherlich, man nimmt ihm den alten Mann gut ab und auch schauspielerisch überzeugt er in Teilen. Doch mir fehlt die typische Papa-Präsenz, denn er sieht eigentlich mehr verwirrt aus als alles andere.

Die Components bestehen auf der Tour nur aus vier Mitgliedern (Purse, Joule, Volta, Wrench) und sind der deutschen Show in ihrer Charakterisierung sehr ähnlich. Die Purse-Kopfbedeckung ist allerdings etwa drei mal so groß und wirkt etwas seltsam – in Kombination mit dem Glimmer Make-up mal was ganz anderes. Ansonsten hat Wrench noch einen „Bommel“ an ihrem Kran. Die Engines sind alle sehr sicher auf ihren Skates und bringen ihre Parts sehr überzeugend rüber und die wenigen Make-up-Elemente wirken komischerweise. Witzig ist jedoch, dass Ruhrgold nur ein Stirnband und eine blond Haarpracht trägt. Naja, eher typisch asi als typisch deutsch! *zwinker* Der Prince of Wales als Doppelrolle (ebenfalls Trax2) ist sehr geschickt, da er eh nur kurz auf die Bühne kommt und dann nie mehr auftaucht (hauptsache die Engländer haben einen eigenen Zug… *lach*). Als „GB Gang“ tragen die Engines nette „Eishockey-Kopfschoner“, die ja mittlerweile auch in Bochum eingeführt worden sind. Ach ja, neben dem Stuntskater Trax, gibt es nun auch Trax2, aber im Prinzip fahren die vor jedem Rennen nur einmal auf Inline-Skates über die Bühne, springen mal hier mal dort hin und das war’s. Da haben viele Bochumer auf Skater einiges mehr drauf..  

Die Rennen:

Sie sind 3D animiert und zu dem Zweck bekommt man zu Beginn der Show eine „safety goggle“ mit anderen Worten eine 3D Brille! J Das Gerücht, die Rennen wurden für UK-Tour neu aufgezeichnet ist Humbug! Denn der Dustin wird definitiv noch immer durch Paul Ramsay verkörpert! J (Für alle, die den US-Tour Bericht nicht kennen: Die Rennen wurden dazu mal für die US-Tour gefilmt und alte Bochumer Bekannte waren mit von der Partie. So skatete z. B. Kati Heidebrecht als Ashley und Pearl, Paul Ramsay als Dustin und Trevor Hodge als Poppa.). Bei diesen Rennen wurden lediglich für die UK-Tour ein paar geringfügige Änderungen vorgenommen, aber sie wurden nicht komplett neu gedreht. Und natürlich wurden die Rennen neu synchronisiert. Würde ja schon auffallen, wenn Clarissa Graces Stimme immer noch bei den 3D Filmen ertönen würde an Stelle der von Jane Horn.

Das 3. Rennen ist das einzigste, das als ein Zeichentrickfilm abläuft, Rusty, Elecra, Greaseball und Co. bekämpfen sich als Comicfiguren, sehr amüsant. (Das ist dann doch mal was komplett Neues! J Denn bei der US-Tour war das 3. Rennen nicht auf der Leinwand, sondern es gab ein kleines Gerangel auf der Bühne.)

Die Rennen werden immer von drei Zügen gefahren. Im 1. Rennen ist die Paarung/Koppelung wie folgt: GB mit Dinah, Ruhrgold mit CB, Electra mit Pearl. Ruhrgold bleibt im 1. Rennen auf der Strecke. Mensch was habe ich vermisst, dass er im 2. Rennen wieder auftaucht und als Anhalter mitgenommen werden will mit dem Kommentar: Is somebody going this way? Das haben sie bei der UK-Tour rausgenommen, also wird Ruhrgold gar nicht mehr der Arm abgefahren, vielleicht war es den Briten zu makaber?!? J Im 2. Rennen fahren Nintendo mit Buffy, Turnov mit Ashley und Papa mit Dustin. Im Verlauf des 2. Rennens stürzt Nintendo in eine tiefe Schlucht, da die zu überquerende Brücke nicht mehr intakt ist... Auf nimmer Wiedersehen. Bei den Rennen konnten wir uns immer noch köstlich amüsieren, bei den ganzen Schrauben die einem entgegen geflogen kommen oder die kleine süße Ratte aus dem 4. Rennen! *gg* Das 4. Rennen wird gefahren von GB mit Pearl, Electra mit CB und Rusty mit Dustin. Durch die 3D Effekte erlebt man das Rennen ganz anders, als sei man mitten im Geschehen und man geht freiwillig in Deckung oder zuckt zusammen, wenn die Gegenstände auf einem zugeflogen kommen. Die Anhänger tragen bei den Rennen auch eine Art Maske bzw. eine kleinere Version von Helmen, da in den Filmen ja andere Leutchen in den Kostümen stecken als auf der Bühne stehen.

General stuff:

Die Kostüme der Carriages sind, wie ihr ja bereits den einzelnen Beschreibungen entnehmen konntet, noch genau so sexy wie bereits bei der US-Tour! Für den ein oder anderen bestimmt etwas gewöhnungsbedürftig! Aber die Kostüme haben was!

Die Bühnentechnik ist ausgefeilter als bei der US-Tour. Man merkt, sie haben sich Gedanken gemacht und Verbesserungen vorgenommen... die Bowl besteht aus einzelnen Elementen, die beliebig nach rechts und links verschoben werden können, um so Durchgänge für die Künstler zu schaffen. Außerdem ist die Erhöhung über die Bowl an drei Stellen hydraulisch und kann so Personen hoch und runterfahren, was sehr gut wirkt und die Bühne optisch vergrößert.

In der Mitte der Bühne ist wieder eine Drehvorrichtung, die z. B. bei „Pumping Iron“ eingesetzt wird, dann knien die Mädels auf dem Boden und werden dabei lustig im Kreis gedreht. Die zwei Leinwände, die auch bei AC/DC verwendet werden, dienen oft als Deko-Element und es werden sehr gute bewegte 3D-Elemente darauf gezeigt (z.B. „bei Papa’s Blues ist man in einer Art alten Lagergegend und die Rockies haben die Wände mit Graffiti besprüht) Außerdem erfährt man dort vor den Rennen interessante News zu den Zügen, die einfahren (ich sage nur „Ruhrgold – Speed: Like se vind!“ *lol*) und die Darsteller werden live gefilmt auf denen gezeigt – klingt simpel, ist aber ein super ohhh-Effekt…

Auf Rennbahnen wird bei der Tour verzichtet. Es wäre viel zu umständlich und Bühnenauf- und Abbauten würden sonst viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen und das ist nicht im Sinne einer Tourproduktion. Anstatt Rennbahnen haben sie einen Steg, der ins Publikum führt. Aber generell kann der auch nicht so effektiv genutzt werden, denn er ist nicht sehr lang und auch nicht besonders breit. Es fährt ab und an ein Darsteller mal auf den Steg um dort zu stoppen und wieder zurück zu fahren... Zu viel mehr ist der dann doch nicht von Nutzen. Für Lacher unserseits haben die „schicken Schatten-Grafiken“ im Hintergrund während „Fracht“ gesorgt.. „Oh, ein Kran“ – „Oh toll, ein Bagger“… =o))

Auch bei der Choreographie hat sich im Vergleich zur US Tour einiges getan, denn hier kann man dann doch mal von einer Choreo sprechen! *fg* Bei der US-Tour bestand die Choreo bei den Carriages hauptsächlich daraus, mit den Hüften zu wackeln und nett zu lächeln. J Nun aber ähnelt die Choreo sehr der aus Bochum, z. B. die Choreos von „Crazy“ sind sich sehr ähnlich.

Allerdings ein großer Unterschied zur Bochumer Produktion ist, dass bei „Rolling Stock“ auch die weiblichen Components mitfahren.

Allgemein kann man sagen, dass es überall hier und da etwas zu berichten gibt, denn viele Kleinigkeiten, haben eine ganz andere Wirkung – aber alle Aufzuzählen würde den Rahmen eindeutig sprengen und außerdem wird es so sein, dass uns noch vieles einfallen wird, wenn die Ausgabe gedruckt ist… *fg*

In der Abendvorstellung hat es dann einen der Darsteller ins Parkett gehauen... Es war kein großartiger Sturz (Gott sei Dank), sondern eher ein reinrutschten à la: Mist, die Bühne ist ja schon zu Ende! Was uns an der ganzen Sache am meisten überraschte war, dass es sich dabei um Craig handelte, wie er uns nach der Show berichtete. Wir hätten ja eher damit gerechnet, dass es sich um jemanden handelte, der nicht so sicher auf seinen Skates ist und das kann man von Craig sicherlich nicht behaupten! Denn auf Rollen ist er ja nun doch schon eher ein „alter Hase“ und sehr guter Skater!

Nach der Show wurde dann noch mit dem ein oder anderen ein Wörtchen gewechselt, wobei wir immer wiederholen mussten, dass es uns wirklich gefallen hat! Denn zu Bochum ist es ja nun mal ein Unterschied, aber man darf auch nie vergessen, dass es sich um eine Tourproduktion handelt! Die Tour auf jeden Fall eine Reise wert!!! Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort!!! Und jetzt wo die Tour ja auch bereits für das zweite Jahr castet, schafft es doch sicherlich der ein oder andere von euch der Tour einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich auf jeden Fall!!

Eure Nicole


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