UK Tour 2004
Die Show hat es echt in sich und ich kann jedem nur raten: Schaut sie euch an, wenn ihr die Möglichkeit dazu habt!! Es ist eine super Besetzung, eine super Show und schon allein wert den Ex-Bochumern einen Besuch abzustatten! James macht als Rusty einen klasse
Job! Er hat eine ähnliche Stimmfärbung wie Jamie Golding, kein Wunder
also, dass die Entscheidung zwischen den beiden Herren fiel. Er hat viel
Gestik und Mimik im Angebot und wer Jamies Stimme kennt, kennt auch seine!
Ach ja, Rusty kann „fliegen“! *lol* Bei der „Sequenze“ wird Rusty
mit einer Hebebühne leicht angehoben und leuchtet im Sternenmeer. Es
wirkt sehr schön! Und mit den Sternen entsteht ein netter 3D Effekt. Auch
die Pearl ist klasse besetzt mit Jane Horn. Vielleicht kennt sie ja der
ein oder andere bereits aus der damaligen Londoner Produktion. Sie spielt
die Rolle ausdrucksstark und hat eine schöne Stimme. Und rein optisch
betrachtet, ist sie eine sehr hübsche Pearl. Interessant ist, dass Pearls
Rock erheblich kürzerer ist als der Bochumer und ein Ausschnitt bei Pearl
ist auch mal interessant. Klingt ungewöhnlich, sieht aber sehr schick
aus.
Und
sein Entrance bei „AC/DC“ ist ja mal interessant! Electra kommt von
der Decke geschwebt, mit wedelnden Armen als könnte er fliegen. Rechts
und links neben ihm werden zwei Videoleinwände runter gelassen, die dann
oberhalb der Bühne schweben und auf denen zuckende Blitze zu sehen sind.
Electra versteckt sich zunächst hinter diesen und scheint sie dann plötzlich
in der Mitte durchzutrennen und schwebt dann langsam auf die Bühne… Tom
Kanavan machte als GB seine Sache gut, allerdings wirkte der Herr ein
bisschen wackelig auf den Rollen.... (aber auch Danielle-Leigh Morris
schien sich auf ihren Skates nicht sonderlich wohl zu fühlen..). Rein
optisch ist Tom ein perfekter GB und der nette Ring im Haar hat was.
Leider wirkt er manchmal ein wenig wie GBs Sohn, da er zeitweise recht
jugendhaftes Machogehabe an den Tag legt. Von
Grant Murphy war ich allerdings ein bisschen enttäuscht... Gut, in der UK
- Tanya Robb als Dinah fand ich echt knuffig! Sie hat ihre Rolle sehr gut gespielt! Bei U.N.C.O.U.P.L.E.D. werden auch zwei große Videoleinwände runter gelassen, wo dann der Text zu lesen ist und ein „springender“ Punkt zeigt einem, an welcher Stelle des Textes man jetzt grade ist. Also, ganz im Sinne der Karaoke. Es ist eine süße Idee, aber leider verleitet es sehr zum Mitsingen des Publikums und das ist nicht wirklich schön, wenn die Singenden die Melodie nicht kennen! Und leider lenken die Leinwände auch viel zu sehr von der Dinah ab. Man guckt mehr auf die Leinwände als auf die Haupthandlung.... Auch das Dinah-Kostüm ist für Männer entworfen worden, denn statt eines Rock hat Dinah auf der Tour eine Art Fächer um die Hüften – auch was nettes... Auch
die Ashley hat einen guten Job gemacht. Ist ja nicht sooo überraschend,
denn Amy stand auch schon bei StEx London auf der Bühne! Eine Buffy mit
Ausschnitt und Kettchen ist auch mal was nettes, jedoch ist mir die Rolle
bei beiden Shows kaum in Erinnerung geblieben.. Die
Hip Hoppers sind schon sehr cool! *lach* Aber leider haben sie noch die
gleichen Kostüme wie bei der US Tour. Schlabberlook lässt grüßen. *argh*
Das Kostüm sieht immer noch aus wie eine Adidas Sporthose mit
Schlabbershirt. Aber, anstatt der Caps tagen sie bei der UK-Tour Tücher.
Das finde ich persönlich eine coolere Lösung. Man
hat durch die Hoppern eines der letzten 80s-Elemente aus der Show genommen
(wann kam doch gleich der letzte Rocky-Film…) und es einfach zeitgemäßer
gemacht. Die Rap-Einlagen mit den großen Mikros beim Rap wirken einfach
sofort. Nur der Name ist ehrlich gesagt sehr platt und alles andere als
cool… Viele von euch interessiert sicherlich, wie Gavin sich als Dustin über die Bühne hetzt. Ehrlich gesagt hat Sven immer behauptet, dass er doch mal Dustin spielen soll in Bochum und er hat seinen Job recht gut gemacht. Leider ist sein Make-up sehr sparsam und er könnte manche Akzente besser setzen, schließlich kennt er die Show ja nicht erst seit kurzem. Trotzdem wirkt er in der Rolle sofort und hat die Lacher auf seiner Seite. Paul als FlatTop hingegen fällt leider kaum auf – Schade! Anton
als Poppa ist ein wenig Geschmackssache. Sicherlich, man nimmt ihm den
alten Mann gut ab und auch schauspielerisch überzeugt er in Teilen. Doch
mir fehlt die typische Papa-Präsenz, denn er sieht eigentlich mehr
verwirrt aus als alles andere. Die
Components bestehen auf der Tour nur aus vier Mitgliedern (Purse, Joule,
Volta, Wrench) und sind der deutschen Show in ihrer Charakterisierung sehr
ähnlich. Die Purse-Kopfbedeckung ist allerdings etwa drei mal so groß
und wirkt etwas seltsam – in Kombination mit dem Glimmer Make-up mal was
ganz anderes. Ansonsten hat Wrench noch einen „Bommel“ an ihrem Kran.
Die Engines sind alle sehr sicher auf ihren Skates und bringen ihre Parts
sehr überzeugend rüber und die wenigen Make-up-Elemente wirken
komischerweise. Witzig ist jedoch, dass Ruhrgold nur ein Stirnband und
eine blond Haarpracht trägt. Naja, eher typisch asi als typisch deutsch!
*zwinker* Der Prince of Wales als Doppelrolle (ebenfalls Trax2) ist sehr
geschickt, da er eh nur kurz auf die Bühne kommt und dann nie mehr
auftaucht (hauptsache die Engländer haben einen eigenen Zug… *lach*).
Als „GB Gang“ tragen die Engines nette „Eishockey-Kopfschoner“,
die ja mittlerweile auch in Bochum eingeführt worden sind. Ach ja, neben
dem Stuntskater Trax, gibt es nun auch Trax2, aber im Prinzip fahren die
vor jedem Rennen nur einmal auf Inline-Skates über die Bühne, springen
mal hier mal dort hin und das war’s. Da haben viele Bochumer auf Skater
einiges mehr drauf.. Die
Rennen: Sie sind 3D animiert und zu dem Zweck bekommt man zu Beginn der Show eine „safety goggle“ mit anderen Worten eine 3D Brille! J Das Gerücht, die Rennen wurden für UK-Tour neu aufgezeichnet ist Humbug! Denn der Dustin wird definitiv noch immer durch Paul Ramsay verkörpert! J (Für alle, die den US-Tour Bericht nicht kennen: Die Rennen wurden dazu mal für die US-Tour gefilmt und alte Bochumer Bekannte waren mit von der Partie. So skatete z. B. Kati Heidebrecht als Ashley und Pearl, Paul Ramsay als Dustin und Trevor Hodge als Poppa.). Bei diesen Rennen wurden lediglich für die UK-Tour ein paar geringfügige Änderungen vorgenommen, aber sie wurden nicht komplett neu gedreht. Und natürlich wurden die Rennen neu synchronisiert. Würde ja schon auffallen, wenn Clarissa Graces Stimme immer noch bei den 3D Filmen ertönen würde an Stelle der von Jane Horn. Das
3. Rennen ist das einzigste, das als ein Zeichentrickfilm abläuft, Rusty,
Elecra, Greaseball und Co. bekämpfen sich als Comicfiguren, sehr amüsant.
(Das ist dann doch mal was komplett Neues! J
Denn bei der US-Tour war das 3. Rennen nicht auf der Leinwand,
sondern es gab ein kleines Gerangel auf der Bühne.) Die
Rennen werden immer von drei Zügen gefahren. Im 1. Rennen ist die
Paarung/Koppelung wie folgt: GB mit Dinah, Ruhrgold mit CB, Electra mit
Pearl. Ruhrgold bleibt im 1. Rennen auf der Strecke. Mensch was habe ich
vermisst, dass er im 2. Rennen wieder auftaucht und als Anhalter
mitgenommen werden will mit dem Kommentar: Is somebody going this way? Das
haben sie bei der UK-Tour rausgenommen, also wird Ruhrgold gar nicht mehr
der Arm abgefahren, vielleicht war es den Briten zu makaber?!? J
Im 2. Rennen fahren Nintendo mit Buffy, Turnov mit Ashley und Papa mit
Dustin. Im Verlauf des 2. Rennens stürzt Nintendo in eine tiefe Schlucht,
da die zu überquerende Brücke nicht mehr intakt ist... Auf nimmer
Wiedersehen. Bei den Rennen konnten wir uns immer noch köstlich amüsieren,
bei den ganzen Schrauben die einem entgegen geflogen kommen oder die
kleine süße Ratte aus dem 4. Rennen! *gg* Das 4. Rennen wird gefahren
von GB mit Pearl, Electra mit CB und Rusty mit Dustin. Durch die 3D
Effekte erlebt man das Rennen ganz anders, als sei man mitten im Geschehen
und man geht freiwillig in Deckung oder zuckt zusammen, wenn die Gegenstände
auf einem zugeflogen kommen. Die Anhänger tragen bei den Rennen auch eine
Art Maske bzw. eine kleinere Version von Helmen, da in den Filmen ja
andere Leutchen in den Kostümen stecken als auf der Bühne stehen. General stuff: Die Kostüme der Carriages sind, wie ihr ja bereits den einzelnen Beschreibungen entnehmen konntet, noch genau so sexy wie bereits bei der US-Tour! Für den ein oder anderen bestimmt etwas gewöhnungsbedürftig! Aber die Kostüme haben was! Die
Bühnentechnik ist ausgefeilter als bei der US-Tour. Man merkt, sie haben
sich Gedanken gemacht und Verbesserungen vorgenommen... die Bowl besteht
aus einzelnen Elementen, die beliebig nach rechts und links verschoben
werden können, um so Durchgänge für die Künstler zu schaffen. Außerdem
ist die Erhöhung über die Bowl an drei Stellen hydraulisch und kann so
Personen hoch und runterfahren, was sehr gut wirkt und die Bühne optisch
vergrößert. In
der Mitte der Bühne ist wieder eine Drehvorrichtung, die z. B. bei „Pumping
Iron“ eingesetzt wird, dann knien die Mädels auf dem Boden und werden
dabei lustig im Kreis gedreht. Die zwei Leinwände, die auch bei AC/DC
verwendet werden, dienen oft als Deko-Element und es werden sehr gute
bewegte 3D-Elemente darauf gezeigt (z.B. „bei Papa’s Blues ist man in
einer Art alten Lagergegend und die Rockies haben die Wände mit Graffiti
besprüht) Außerdem erfährt man dort vor den Rennen interessante News zu
den Zügen, die einfahren (ich sage nur „Ruhrgold – Speed: Like se
vind!“ *lol*) und die Darsteller werden live gefilmt auf denen gezeigt
– klingt simpel, ist aber ein super ohhh-Effekt… Auf
Rennbahnen wird bei der Tour verzichtet. Es wäre viel zu umständlich und
Bühnenauf- und Abbauten würden sonst viel zu viel Zeit in Anspruch
nehmen und das ist nicht im Sinne einer Tourproduktion. Anstatt Rennbahnen
haben sie einen Steg, der ins Publikum führt. Aber generell kann der auch
nicht so effektiv genutzt werden, denn er ist nicht sehr lang und auch
nicht besonders breit. Es fährt ab und an ein Darsteller mal auf den Steg
um dort zu stoppen und wieder zurück zu fahren... Zu viel mehr ist der
dann doch nicht von Nutzen. Für Lacher unserseits haben die „schicken
Schatten-Grafiken“ im Hintergrund während „Fracht“ gesorgt.. „Oh,
ein Kran“ – „Oh toll, ein Bagger“… =o)) Auch
bei der Choreographie hat sich im Vergleich zur US Tour einiges getan,
denn hier kann man dann doch mal von einer Choreo sprechen! *fg* Bei der
US-Tour bestand die Choreo bei den Carriages hauptsächlich daraus, mit
den Hüften zu wackeln und nett zu lächeln. J
Nun aber ähnelt die Choreo sehr der aus Bochum, z. B. die Choreos von „Crazy“
sind sich sehr ähnlich. Allerdings
ein großer Unterschied zur Bochumer Produktion ist, dass bei „Rolling
Stock“ auch die weiblichen Components mitfahren. Allgemein
kann man sagen, dass es überall hier und da etwas zu berichten gibt, denn
viele Kleinigkeiten, haben eine ganz andere Wirkung – aber alle Aufzuzählen
würde den Rahmen eindeutig sprengen und außerdem wird es so sein, dass
uns noch vieles einfallen wird, wenn die Ausgabe gedruckt ist… *fg* In
der Abendvorstellung hat es dann einen der Darsteller ins Parkett
gehauen... Es war kein großartiger Sturz (Gott sei Dank), sondern eher
ein reinrutschten à la: Mist, die Bühne ist ja schon zu Ende! Was uns an
der ganzen Sache am meisten überraschte war, dass es sich dabei um Craig
handelte, wie er uns nach der Show berichtete. Wir hätten ja eher damit
gerechnet, dass es sich um jemanden handelte, der nicht so sicher auf
seinen Skates ist und das kann man von Craig sicherlich nicht behaupten!
Denn auf Rollen ist er ja nun doch schon eher ein „alter Hase“ und
sehr guter Skater! Nach der Show wurde dann noch mit dem ein oder anderen ein Wörtchen gewechselt, wobei wir immer wiederholen mussten, dass es uns wirklich gefallen hat! Denn zu Bochum ist es ja nun mal ein Unterschied, aber man darf auch nie vergessen, dass es sich um eine Tourproduktion handelt! Die Tour auf jeden Fall eine Reise wert!!! Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal dort!!! Und jetzt wo die Tour ja auch bereits für das zweite Jahr castet, schafft es doch sicherlich der ein oder andere von euch der Tour einen Besuch abzustatten. Es lohnt sich auf jeden Fall!! Eure Nicole
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